Nachhaltige Verpackung: Ein Geschenk für die Umwelt

von Andreas

Zu Weihnachten geht’s sicher nicht nur um die Geschenke, aber jeder von uns freut sich darüber, wenn unterm Christbaum auch ein Packerl mit dem eigenen Namen liegt. Hübsch verpackt in buntem Papier. Dass dabei Unmengen an Müll anfallen, daran denken aber noch sehr wenige. Dabei gibt es genügend nachhaltigere Alternativen zum Geschenkpapier.

Allein in Wien steigt das Abfallaufkommen in den Weihnachtsfeiertagen um rund zehn Prozent an. Das sind unter anderem etwa 300 Tonnen Altpapier mehr als im Rest des Jahres. Diese kreativen Ideen sagen dem weihnachtlichen Papierverbrauch aber auf besinnliche Weise den Kampf an.

 

Geschenke mit Geschenken verpacken

Geschenkpapier ist meistens bunt und daher hübsch anzusehen. Bis man das darin enthaltene Geschenk unter weit fliegenden Papierfetzen aus seiner Verpackung holt. Aber auch Schals oder bunte Tücher sind sehen gut aus – sowohl um ein Geschenk, wie auch um den Hals gewickelt. Und Geschenke in einem weiteren Geschenk zu verpacken, was könnte denn besser sein? Man sagt doch: „Doppelt hält besser“.

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Ein Glas kann nicht schaden

Selbstgemachtes wie Säfte oder Marmeladen verschenkt sich am schönsten in individuellen Glasflaschen oder Einmachgläsern. Mit speziellen Farben können diese verziert werden, aber auch eine bunte Schleife oder ein gemustertes Stück Stoff über dem Deckel können wahre Wunder wirken. Oder man besorgt sich eine „Soulbottle“ – wunderschön gestaltete Glasflaschen, die selbstgemachte Säfte oder Liköre wunderbar zur Geltung bringen.

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Aufbewahrungsboxen bewahren auch Geschenke

Sperrholz- oder kräftige Kartonboxen sind das Mittel der Wahl, wenn man empfindlichere Geschenke verpacken möchte. Einfach außen verzieren – vor allem Kinder haben sicher ihren Spaß dabei – und schon ist neben einer sehr persönlichen Geschenkverpackung auch eine nützliche Aufbewahrungsbox entstanden.

 

In ein Gemüsebeet gewickelt

Einen ganz anderen Weg geht man mit Eden’s Paper. Auf den ersten Blick wie gewöhnliches Geschenkpapier, verbirgt sich dahinter aber ein ganzes Gemüsebeet. In die Fasern des Eden’s Paper sind nämlich Samen für verschiedene Gemüsesorten eingearbeitet. Nach dem Auspacken muss man das Papier also nur noch auf die Erde legen, gießen und schon entspringen grüne Sprösslinge. In unseren Breitengraden funktioniert es natürlich besser, wenn man dazu einen Topf guter Erde in die Wohnung holt.

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Die „anziehende“ Alternative zum Papier

Reuse als bedeutender Teil von Zero Waste ist den Lesern dieses Blogs natürlich bekannt, dieser Ansatz dürfte für viele aber neu sein: Aus Muscle-Shirts lässt sich auf einfachstem Wege ein schönes Geschenksackerl fertigen. Einfach am unteren Ende zusammennähen oder –binden.
Das Ganze funktioniert übrigens auch umgekehrt, wie der Designer Carl von der Lancken zeigt.

 

Süße Namensschilder

Auch bei den nachhaltigsten Verpackungen gibt es ein kleines Problem – wenn mehrere Geschenke unterm Baum liegen: wer bekommt was?
Abhilfe schaffen Namensschilder aus Mürbteig. Einfach große Kreise oder Rechtecke mit Loch zum Auffädeln ausstechen, backen und mit Spritztüte und Schokoglasur beschriften. Schmackhafter geht’s nicht.

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