Digitaler Umschwung in der Abfallwirtschaft

von Lisa-Maria Ranacher

Nicht nur verstärkter Ressourcen- und Klimaschutz, sondern auch technologische Veränderungen werden die Abfallwirtschaft in den kommenden Jahren gehörig auf Trapp halten und für frischen Wind sorgen.

 

Rekorddisziplin Müllproduzieren

Regelmäßig brechen wir neue Rekorde – das höchste Gebäude, der schnellste Lauf oder der waghalsigste Stunt – all das versetzt uns in Staunen. Dass wir mittlerweile aber auch bei der Müllproduktion die Schallmauer durchbrechen, sollte uns zumindest nachdenklich stimmen: Allein in der Europäischen Union fallen pro Jahr 1,3 Millionen Tonnen Abfall an – jeder von uns erzeugt täglich circa einen Kilogramm Müll. Schon die Verpackungen, die wir EuropäerInnen jedes Jahr entsorgen, erreichen in etwa das Gewicht von 4.000 Eiffeltürmen. Ein wesentlicher Teil dieser Abfallmengen entsteht durch elektrische Geräte, die ihren Dienst getan haben: Im Jahr 2014 fielen weltweit rund 41,8 Millionen Tonnen Elektroschrott an, wobei Österreich über 22 Kilogramm pro Kopf produzierte. Getreu dem Motto „Zero Waste“ sollen durch Abfallvermeidung und Wiederverwertung die Müllberge in Zukunft schrumpfen, im Idealfall ganz verschwinden.

 

Digitalisierung am Vormarsch

Im digitalen Zeitalter wachsen aber nicht nur die Berge an Elektroschrott, sondern auch unsere Ansprüche: Je schneller und bequemer, desto besser! Im Jahr 2014 nutzten bereits über sechs Millionen ÖsterreicherInnen über 14 Jahre das Internet, ganze 56 Prozent davon surften mit ihrem Smartphone. Jeder zweite Erwachsene in Österreich kauft mittlerweile online ein, ganz bequem, mit wenigen Mausklicks.

 

 

Abfallentsorgung per Mausklick

Wie schön wäre es, wenn auch die Abfallentsorgung so leicht ginge? Denn wer hat sich nach Renovierungsarbeiten oder größeren Entrümpelungsaktionen nicht schon gefragt, wie man dem Müllberg am besten Einhalt gebieten könnte. Früher blieben uns weite Wege zu Altstoffsammelzentren und Bauhöfen oder langwierige Telefonate zur Beschaffung eines Abfallcontainers nicht erspart. Die Serviceplattform wastebox.at soll ihre NutzerInnen in Zukunft vor diesem mühseligen Prozedere bewahren: Mit ein paar Mausklicks wird die Müllentsorgung in drei Schritten selbst gemanagt:

1) Her damit: Auf wastebox.at wählen Sie Abfalltyp und Behältergröße aus. Zum Wunschtermin wird die gewünschte Kombi direkt nach Hause geliefert. Auch die Bezahlung der wastebox erfolgt online.

2) Rein damit: Haben Sie Ihren gewünschten Behälter erhalten, gilt es, diesen zu befüllen. Sieben verschiedene Abfalltypen können in der wastebox entsorgt werden. Bei den kostengünstigen Abfallarten Altholz, Grünschnitt, Bauschutt und Asbestzement/Eternit ist es wichtig, auf eine sortenreine Trennung zu achten. Für alle, die sich das eigenständige Sortieren ersparen wollen, gibt es die Kategorie „Stressfrei“, bei der die Trennung den Profis überlassen wird, sowie „gemischte Baustellenabfälle“ und „Altwaren“.

3) Weg damit: Ist der Behälter voll, wird über wastebox.at dessen Abholung bestellt.

Der Bestellservice wastebox.at ist 24 Stunden, sieben Tage die Woche verfügbar. Er vereint nicht nur technisches Know-how aus der klassischen Abfallentsorgung mit der Effizienz und Nutzerfreundlichkeit moderner Online-Dienste, sondern öffnet uns auch Tür und Tor zu einer nachhaltigen Zukunft!

 

 

Weitere Informationen:
Abfall und Recycling
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